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Weigenheim

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Siedlungsgeschichte von Weigenheim

Der Ort Weigenheim gehörte wahrscheinlich zur Grundausstattung des 741 gegründeten Bistums Würzburg, schon 822 wird für Weigenheim, Wiganheim, Heim des Wigo, eine Kirche erwähnt. Weigenheim zählt zu den Urpfarrorten in der Umgebung Uffenheims.

 

Bischof Wolfger von Würzburg schenkt nach einer Urkunde vom 25.Dezember 822 die Dörfer Ergersheim und Weigenheim an einen Grafen Wigbold, möglicherweise aus der Sippe des Ortsgründers; es handelt sich jedoch vielmehr um ein Tauschgeschäft, denn jener Graf Wigbold überschreibt im Gegenzug Güter in Kürnach und Peichfeld an den Bischof von Würzburg.

 

Vom neunten bis Anfang des vierzehnten Jahrhundert wird Weigenheim immer wieder erwähnt, da Besitzungen, einzelne Güter und Rechte übertragen und verschenkt werden. Am 5. September 1303 wird neben Seinsheim, Iffigheim und Herrnsheim auch Weigenheim vom deutschen König Heinrich an Albert von Hohenlohe verpfändet. Kaiser Karl IV bestätigt den Besitz der Hohenlohe an Weigenheim, wohl im Zuge der Umschreibung in ein böhmisches Lehen. Von 1303 bis 1304 verkaufen die Herren von Hohenlohe ihren Weigenheimer Besitz an das Kloster Heilsbronn, womit Ihre Lehnsherrschaft nunmehr nomineller Natur war.

 

Um das Jahr 1400 gehen die Besitzungen der Hohenlohe in Weigenheim an die Bischöfe von Würzburg über, die sie 1435 an Erkinger von Seinsheim, Stammvater des später gefürsteten Hauses Schwarzenberg, weiterverkaufen.

 

So wird Schloss Hohenlandsberg und die dazugehörige Herrschaft Weigenheim Schwarzenbergisch und bleibt dies bis es 1806 bayerisch wird. Als Erkinger noch die Herrschaft Schwarzenberg erwirbt und in ein Reichslehen umwandeln lässt erhält er dafür den Titel eines Reichsfreiherren und nennt sich zukünftig von Schwarzenberg.

 

Weigenheim wird dadurch gewissermaßen Grenzort, umgeben von Ansbachischem Gebiet, als Markgräfliches Lehen zählt auch die Herrschaft Frankenberg dazu, dies erklärt auch die Ansiedlung von sog. „Handelsjuden“, die die Verbindung zu den übrigen Orten herstellen und den Absatz von Vieh und Handelserzeugnissen sichern. Dadurch entwickelt sich Weigenheim nahezu zwangsläufig aus einem reinen Bauerndorf zu einem durchmischten Bauern- und Handwerkerdorf.

 

Bereits 1525 wurde in Weigenheim durch Johann von Schwarzenberg die Reformation eingeführt und trotz des Aussterbens der evangelischen Linie der Familie im Jahre 1588 blieb Weigenheim unter dem Patronat des Markgrafen von Ansbach evangelisch. Die in Weigenheim ansässigen Untertanen des Klosters Heilsbronn gingen 1578 mit der Auflösung des Klosters in Brandenburg-Bayreuthische Herrschaft über und wurden vom Kastenamt in Windsheim verwaltet.

 

Im dreißigjährigen Krieg versuchte Georg Ludwig von Schwarzenberg die katholische Religion wieder einzuführen. Am 11. April 1626 enthob er sich bei den Markgrafen zu Ansbach aller Bevormundung und am 14. November 1626 erließ er ein Mandat, wonach alle evangelischen Geistlichen und Schulmeister ihren Dienst an katholische Geistliche abzutreten hatten.

 

Der evangelische Pfarrer und der Lehrer wurden 1627 vertrieben und ein katholischer Seelsorger eingesetzt, der predigte aber vor leeren Bänken, denn statt zu konvertieren ging die Bevölkerung lieber in die Nachbargemeinden um Taufen und Hochzeiten zu begehen. Dies hatte auch zur Folge, dass über 37 Jahre für Weigenheim kein Kirchenbuch geführt wurde, erst 1667 durften in der Kirche des Ortes wieder evangelische Gottesdienste gehalten werden, allerdings um den Preis des Verzichts auf die Pfarrgründe. Alle Pfarreinnahmen, das Pfarrhaus und der Friedhof waren dem katholischen Pfarramt zu Hüttenheim übertragen worden, für die Benützung des Friedhofes und das Wohnrecht des evangelischen Pfarrers wurden besondere Abgaben erhoben. So mussten die Weigenheimer selbst für den Unterhalt ihres Pfarrers und ihrer Kirche aufkommen, weshalb wohl manche nötig gewesene Reparatur unterblieb. Sicher auch aus diesem Grunde wurde 1829 – 1832 der Neubau der Dorfkirche notwendig. Die erste schriftliche Nachricht über die alte Kirche ist vom Jahre 1567, in diesem Jahr wurde ein neuer, höher geplanter Turm begonnen.

 

Aus der Beschreibung der alten, um 1830 abgebrochenen Kirche vom damaligen Pfarrer Frisch geht hervor, dass es sich um eine Wehrkirche gehandelt haben muss. Die Kirche war mit einem Graben umgeben, der teilweise bis ins zwanzigste Jahrhundert bestand, und mit einer hohen Mauer auf welcher noch Häuser zur Lagerung von Gegenständen standen. Unter der Mauer existieren noch sogenannte Kirchkeller, wohl als letzte Zufluchtsorte im Kriegsfalle. Die Besonderheit dieser wehrkirchanlage bestand in ihrem Zugang, es gab nur einen einzigen Zugang unter dem 5 Stockwerke hohen Schulgebäude, durch eine große Flügeltür gesichert. Dieses alte Schulhaus, wahrscheinlich aus der Zeit der Reformation hatte nicht nur die Funktion des Torhauses zur Fliehkirche, sondern enthielt auch die Ratsstube des 14er Gerichtes; 1785 wird es für einen Neubauabgebrochen, welcher durch das jetzige Rathaus, erbaut 1908 ursprünglich als Schulhaus ersetzt wird.

 

Das heutige Pfarrhaus links der Kirche in einem großen Gartengelegen wurde 1712 erbaut. Als am 10. April 1945 die Kirche ausbrannte wurde auch das Pfarrhaus getroffen, die Nebengebäude brannten gänzlich ab, auch eine Giebelseite wurde zerstört. Beim Wiederaufbau wurde festgestellt, dass sich das Haus stark nach Westen gesenkt hatte, so versuchte man die aus Muschelkalkquadern gefertigte Wand anzuheben, dazu wurden sämtliche Innenwände und Kamine neu errichtet und auch die Außenwände wurden zum größten Teil erneuert. Nur die massive Westmauer blieb erhalten.

 

Im Urkataster 1833 werden 535 Einwohner in 124 Familien gezählt, 1890 kommt man auf 571, wovon 534 evangelischen und 37 Personen jüdischen Glaubens sind. Zum Kriegsausbruch 1939 lebten noch 462 Einwohner in Weigenheim, sämtliche jüdische Bewohner wurden von den Nationalsozialisten vertrieben, bzw. deportiert.

 

Heute leben in Weigenheim wieder ca. 580 Einwohner, durch gezielte Ausweisung von Baugebieten am Ortsrand konnte eine gesunde Zuwanderung junger Familien erreicht, bzw. eine Abwanderung verhindert werden. Zwei Drittel der Bevölkerung sind zwischen 20 und 65 Jahre alt, 10 % sind Rentner und deutlich mehr, etwa 15 % der Einwohner sind im schulpflichtigen Alter.

 

2003 wurde wie im gesamten Gemeindegebiet die Wasserleitung erneuert und im Rahmen