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14. Ehemalige erste Poststelle, erstes Telefon, Handlung

Brunnenstraße 6

Das ehemalige Haus Nummer 30:

 

Die Posthilfsstelle:

 

 

  • Am 15. Dezember 1898 wird in einer Antwort auf den Antrag auf Einrichtung  einer Posthilfsstelle  vom  Königlichen Oberpostamt für Mittelfranken  mitgeteilt, dass die Einrichtung nicht wie geplant stattfinden kann, sondern „ auf kurze Zeit verschoben werden muss“.

Weiter heißt es in der Antwort an das protestantische Pfarramt: „Wegen fehlender Etatmittel kann die Errichtung von Posthilfsstellen an Orten, welche abseits der bestehenden Postverbindungen liegen  vorerst bis auf Weiteres nicht genehmigt werden….aber daß die in Aussicht gestellte Posthilfsstelle in thunlichster Bälde zur Einrichtung kommen wird.“

  • Am 17. Dezember 1900 teilt das königliche Bezirksamt von Mittelfranken, Kammer des Innern, der kgl. Lokalschulinspektion mit, dass vom 15. September an dem Lehrer Bößenecker in Weigenheim auf sein Gesuch vom 6. des laufenden Monats die Bewilligung zur Übernahme der in Weigenheim zu errichtenden Posthilfsstelle in stets widerruflicher Weise erteilt worden ist.

 

  • Am 6. November 1907 empfiehlt die Königliche Oberpostdirektion in einer Antwort von Pfarrer Kollerts Schreiben, dass die Gemeindeverwaltung eine gemeindliche öffentliche Telephonstelle beantragen sollte, da staatliche öffentliche Telephonstellen nur bei Telegraphenanstalten mit Telefonbetrieb eingerichtet würden und dass bei der großen Anzahl an Gesuchen Weigenheim auf absehbare Zeit nicht berücksichtigt werden könne.

 

 

  • Am 25. Januar 1909 richtet Pfarrer Kollert ein Gesuch an die Gemeindeverwaltung um die Einrichtung einer gemeindlichen öffentlichen Telegraphenanlage und einen jährlichen Zuschuss von zunächst 25 Mark dazu, der jedoch nach einigen Jahren wegfallen soll. Zur Begründung schreibt er: „ Die große Wohltat allein, sich durch’s Telefon in Notfällen rasche Hilfe, welcher Art immer, von auswärts erbitten zu können, wäre durch noch viel höhere Opfer wahrhaftig nicht zu teuer erkauft.“ 57 Weigenheimer unterzeichnen diesen Beschluss. Die Einrichtung scheint dann auch bald geschehen zu sein.
  • Bevor der Anbau stand war die Poststelle rechts vorne in der Wohnstube und

1956 gab es laut einem Plan eine Poststube und einen Laden im Haus.

 

 

 

Dazu erzählt Zeitzeuge Fritz Kellermann aus seiner Kindheit:

 

  • Vor dem Krieg führten  2 Drähte an Pfosten entlang der Entengasse zur Poststelle. Nach dem Krieg waren es Kabel. Das Telefon war ein Apparat an dem man eine Kurbel drehen musste, man wurde dann mit einer Telefonistin in Uffenheim verbunden, die die Verbindung dann umsteckte. Wenn der Arzt gerufen wurde und Kinder geschickt wurden um ihn zu holen, reichte es meist der Telefonistin zu sagen welcher Arzt benachrichtigt werden sollte und wohin er kommen sollte. Die Telefonistin regelte dann alles Weitere.
  • Er(Fritz Kellermann)  wurde auch zum Zeitungsholen in den Laden geschickt wenn die Zeitung abends noch nicht da war.
  • In der Kriegszeit standen oft die Frauen vor der Poststelle und warteten  darauf, dass die Posttasche geliefert wurde. Dann wurden die Namen derjenigen  aufgerufen, die Post erhalten hatten; die traten dann vor und nahmen die Post in Empfang.

 

 

Hausgeschichte:

 

 

 

Johann Georg Schneider, Bauer und Siebner 14.5.1739 – 6.5.1813 (stirbt an "Colic")

Er heiratet am 19.5.1767 Anna Blandina Bullemer (1.12.1737 – 4.6.1815)

Kinder:           1. Johann Adam (16.2.1768 – 5.5.1850 (stirbt an „Altersschwäche")

2. Ursula Margareta, geb. 4.1.1770, heiratet am 19.7.1803 Johann jakob   

    Bullemer aus Gnötzheim

3. Martha, geb. 13.8.1772, heiratet am 7.5.1804 den Weigenheimer Johann

    Georg May

4. Johann Georg  (21.1.1775 – 12.5.1776)

5. Johann Georg, geb. 28.2.1777, er heiratet am 2.2.1815 Susanna Barbara

    Körner

 

Im Jahr 1809 (er ist auch noch als Hausbesitzer im Jahr 1829 verzeichnet) lebte im Haus Nr. 30 der „noch ledige Stiftungspfleger (= Kirchenpfleger)" Johann Adam Schneider, geboren am 16.2.1768.

Er war (und blieb) ledig und starb am 5. Mai 1850

 

Nach dem Tod  von Johann Adam Schneider ging das Haus an den jüdischen Glaser Schmey Schmalgrund, geb. 23. Januar 1817; im November 1843 erhielt er das Bürgerrecht in Weigenheim. (Er hatte bis dato im Haus Nummer 28 gewohnt).

Er war verheiratet mit Lena Steinberger aus Colmberg.

Sie hatten 3 Kinder:   1. Marianne, geb. 15. September 1844, heiratete nach Sugenheim

                                   2. Jakob, geb. 15. Oktober 1845, heiratete nach Dettelbach

                                   3. Ascher, geb. 9. April 1847

Schmey Schmalgrund starb im Jahr 1887

 

Sein Sohn, der Handelsmann Ascher Schmalgrund, geb. 9. April 1847 lebte zeitlebens mit seiner Familie im Haus seiner Eltern.

Er erhielt am 20. September 1878 das Bürgerrecht in Weigenheim.

Er war verheiratet mit Sara Blecher aus Sulzdorf.

Sie hatten 2 Kinder:   1. Jakob, geb. 19. November 1879

                                   2. Bertha, geb. 3. Juni 1885

Ascher Schmalgrund starb am 10. Januar 1897

 

Nach seinem Tod ging das Haus in den Besitz von Georg Friedrich Schüßler (10.1.1877 – 22.12.1953) über.

G.F.S. war Kaufmann, Posthalter und Spezereiwarenhändler.

Er und seine Frau hatten 2 Kinder:   1. Anna Maria geb. 4.12.1919

                                                           2. Johann Heinrich geb. 17.10.1923

 

Ansicht Laden

 

Eigentum von Familie Wolf wurde abgerissen und der Laden darauf erbaut.

 

 

  • 1961 ist Heinrich Schüßler als Hausbesitzer verzeichnet.

 

 

  • 1963  erfolgte der Abriss  des Nachbarhauses Nr. 32 dessen Eigentümer Michael Wolf gewesen war. Frau Kahl hatte diesen Mann gepflegt (offenen Fuß)und kam nach dessen Tod in den Besitz  des Anwesens. Die eine Hälfte davon wurde an Familie Schüssler verkauft, die andere Hälfte kaufte der Bäcker Kilian.  1964/65 erstellte Familie Schüssler auf diesem Grundstück einen Anbau, in dem Frau Schüssler -nach dem frühen Tod ihres Mannes heiratete sie Johann Wendler-  bis 1994 eine Lebensmittelhandlung betrieb; bis 2002 war darin ein Bauernladen zu finden, in dem Inge und Sonja Schmidt regionale Lebensmittel verkauften. Nach dem Tod der Mutter verkaufte  Bernd Schüssler das Anwesen im Juni 2018 an Michael Stern, der es liebevoll restauriert hat

 

 

  • Umbau.